PNP 03.03.17: SPD: Kindereien auf der Polit-Bühne

Veröffentlicht am 06.03.2017 in Unterbezirk

Auf dem Spielplatz war die Darbietung der SPD-Vertreter Annette Heidrich (von links) und Marco Keßler als Kinder sowie Oliver Franke als Opa angesiedelt. ? Foto: Rode

Töging. Die Politik ist ein Kinderspiel – zumindest, wenn es nach der Kreis-SPD geht, die am Aschermittwoch in den Saal des Gasthauses Springer nach Töging lud. Drei Tischrunden fanden sich zusammen und erlebten eine amüsante Darbietung auf der Bühne.

Kreisvorsitzender Franz Kammhuber gab sich vom vormittäglichen Besuch des Martin-Schulz-Auftritts in Vilshofen inspiriert: "Er passt hervorragend nach Berlin als Bundeskanzler!" Noch vor Kurzem habe keiner ahnen können, welchen Umschwung eine einzelne Person in der politischen Stimmung bewirken könne. Das Beispiel Schulz zeige, dass es weniger auf Programme und Ziele ankomme als auf Personen und auf die Gefühle, die sie auslösen. Als Schulz über seine persönliche Entwicklung sprach, "da war es mucksmäuschenstill im Bierzelt mit 5000 Personen", erinnerte Kammhuber. Gerechtigkeit sei das Leitmotiv des Spitzenkandidaten – und Solidarität auch in Europa.

Der Vorwurf, Schulz rede das Land schlecht, könne nicht aufrecht erhalten bleiben: Habe doch CSU-Mann Markus Söder ganz ähnlich wie Schulz gefordert, dass sich in Deutschland etwas ändern müsse. Kammhuber wiederholte auch Schulz’ Forderung, angesichts von 24 Milliarden Überschuss im Bundeshaushalt müsse investiert werden – in Schulen, Kindergärten oder die Infrastruktur. Gerade in Bayern sei dies nötig, seien doch in keinem Bundesland die Bildungschancen so eng mit der sozialen Herkunft verknüpft wie hier.

3. Bürgermeister Günter Zellner hieß die Kreis-SPD in Töging willkommen und sagte, im Wahlkampf werde es darauf ankommen, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und dafür zu sorgen, dass es dem Einzelnen besser geht. Auch in Töging sei die SPD jene Partei, die am meisten bewegt. Als Beispiele nannte er den Kampf für den Erhalt der eigenen Wasserversorgung, die Ausweisung eines Mehrzweckplatzes im Industriegebiet und den Bau der Mehrfach- statt einer Einfachturnhalle an der Comenius-Schule: Die Impulse seien in jedem Fall von der Töginger SPD ausgegangen.

Die Lacher hatten dann Bundestags-Direktkandidatin Annette Heidrich und Unterbezirks-Vorstandsmitglied Marco Keßler als aufgedrehte Kleinkinder am Spielplatz sowie der Töginger Ortsvorstands-Mitglied Oliver Franke als grantiger Opa auf ihrer Seite: Sie nahmen aus Sandkasten-Sicht die Politik auf regionaler wie auf Bundes- und Weltebene aufs Korn. Der örtliche Rathauschef wurde schon mal als "Töginger Windbeutel" tituliert, in dem aber "mehr Luft als Geschmack" sei. Über den bayerischen Ministerpräsidenten hieß es, "der Horsti hat’s nicht leicht – die Angie hat ihn nicht mehr lieb!" Der Opa, auf der Parkbank mit dem Laptop beschäftigt, ohrfeigte verbal alle ab, indem er stereotyp verkündete, sie könnten "a Watsch’n ham!"
- afb

 

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