ANA 15.09.09: Auch Mayer und Groß wollen „Argumente statt Attacke“

Veröffentlicht am 15.09.2009 in Presse

So beurteilen die Wahlkreis-Kandidaten von CSU und SPD das TV-Duell

Altötting. Mancher politische Kommentator hat das sonntägliche TV-Duell zwischen Unions-Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Herausforderer Frank-Walter Steinmeier als nichtssagend, konturenlos und langweilig kritisiert. Die Wahlkreis-Kandidaten Stephan Mayer (CSU) und Werner Groß (SPD) jedoch zeigen sich mit diesem politischen Stil ihrer Parteifreunde, den der Anzeiger in seiner gestrigen Ausgabe mit dem Schlagwort „Argumente statt Attacke“ beschrieben hatte, durchaus zufrieden.
Mayer hat sich die Diskussion im Rahmen eines Public Viewing in Lohkirchen angeschaut und lobt sie als „sehr sachlich und nicht aggressiv“. Diese Art der politischen Auseinandersetzung passe in die Zeit: „In Zeiten der Krise will der Bürger nicht, dass wir aufeinander einschlagen.“ Es sei bekannt, dass Merkel wie Steinmeier für sachorientierte Politik stünden und dass sie in der Großen Koalition „sehr gut zusammengearbeitet“ hätten: „Wir haben die Krise ordentlich gemeistert“, zeigt sich der Bundestagsabgeordnete überzeugt.
Dennoch habe er deutliche Unterschiede erkennen. Beispielsweise sei die Kanzlerin durchaus auch für den Ausstieg aus der Atomkraft, „aber nicht apodiktisch bis 2020“ wie die SPD. Große Übereinstimmung dagegen habe er beim Thema Afghanistan-Einsatz erkennen können.
Mayer glaubt, dass das TV-Duell durchaus dazu beitrage, dass das Interesse an Politik und an den Bundestagswahlen steige. Ob es allerdings als Entscheidungsgrundlage tauge, bezweifelt er. Vielmehr stelle es den Einstieg dar in die letzte Phase des Wahlkampfs, in der „die Schlagzahl nochmal erhöht“ werde, jedoch nicht der Stil. Der CSU-Mann sieht beide Bewerber auf „gleicher Augenhöhe“, wenngleich er Merkel einen Tick mehr Glaubwürdigkeit und Kompetenz zuspricht.
Werner Groß hat das TV-Duell nicht live, sondern nur ausschnittsweise gesehen; er nahm an einer Podiumsdiskussion des Kreisjugendrings teil, die zeitgleich in Waldkraiburg stattfand. Auch er stehe eher für Argumente und sachorientierte Politik, betont der SPD-Bewerber. Die Unterschiede zwischen den beiden Spitzenkandidaten hätten jedoch stärker herausgearbeitet werden sollen; dies gelte besonders für die Atom- und Gesundheitspolitik.
Von „seinem“ Kanzlerkandidaten Steinmeier sei er „positiv überrascht“: „Dass er einen so guten Auftritt hatte, hätten ihm viele nicht zugetraut.“ Das habe er, Groß, auch am Montagmorgen auf dem Mühldorfer Bahnhof festgestellt, als er im Rahmen des Wahlkampfes das Gespräch mit Berufspendlern suchte. Viele hätten gesagt, Steinmeier sei ein guter Kandidat und jetzt werde es noch einmal spannend: „Die SPD, ihre Kandidaten und Anhänger geben die Wahl noch nicht verloren.“ - ecs

 

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